Der Browsermarkt kommt in Bewegung

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Microsoft steht kurz vor der Veröffentlichung des neuen IE8 und Google schickt sich an, demnächst auch einen Browser anzubieten. Es tut sich was auf dem Browsermarkt.

Beide neuen Browser sind interessante Neuerscheinungen. Microsoft hat viel aus dem Feedback von Frontendentwicklern gelernt, seine Produktstrategie komplett überarbeitet und nun in der achten Version sogar den Browserkern komplett neugeschrieben. Die Oberfläche bietet neue Gimmicks und Features, die Stabilität wurde vermutlich erhöht. Microsoft ist bemüht, den schlechten Ruf, den sie sich dank des jahrelang nicht aktualisierten IE6 verdient haben, wieder abzuschütteln.

Genau zu diesem Zeitpunkt kommt der Google-Browser "Chrome" für den Riesen aus Redmond recht unpassend. Der Suchmaschinen-Gigant hat den ersten Meldungen zufolge einen neuen Browser aus unterschiedlichen Versatzstücken geformt. Der Kern soll die Webkit-Engine sein, die auch Apples Safari antreibt. Er soll ergänzt werden durch Teile von Firefox/Mozilla. Wir können gespannt sein, wie sich das Endprodukt anfühlt.

Wir können auch gespannt sein, welche Auswirkungen Googles Entscheidung auf Firefox haben wird. Dieser lebt derzeit noch prächtig von Googles Geld. Gespannt können wir auch sein, ob Chrome ein neues Browserparadigma begründet. Die direkte Integration von Google Gears macht den Browser direkt offline-fähig. Online-Applikationen werde so sinnvoller nutzbar, auch für Nutzer ohne große technisches Interesse.

Gut möglich, daß in den kommenden Jahren Betriebssysteme und Browser in ihrer Nutzung stärker verschmelzen. Das wär wiederum ein Vorteil für Microsoft. Könnte es sein, daß es Google ist, der dem Konkurrenten dabei in die Hände spielt?

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WebKit wird mittelfristig zu einer Rendering Plattform, die wichtiger sein wird als ihr absoluter Marktanteil es eigentlich nahelegen würde. Safari fürs iPhone wird wie ein trojanisches Pferd wirken. Seit das iPhone auch in IT Umgebungen von Unternehmen benutzt werden kann, werden immer mehr Vorstände und leitende Manager es auch benutzen. Fallen Ihnen dann Darstellungsfehler der eigenen Website auf dem iPhone auf, werden sie einiges in Bewegung setzten (können) um diese zu beheben. Damit wird WebKit als primäre Zielplattform auf einmal auch für die Webdeveloper des Unternehmens - oder der beauftragten Agentur - wichtig sein. Da WebKit auch die Basis für die Symbian S60 Browser und für Google Mobile OS Android sein wird, kann man die Bedeutung von WebKit fast nicht mehr überschätzen.

Microsoft überlegt öffentlich WebKit als Renderer für zukünfige Browser zu verwenden!

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